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14.06.2019

Die Zeit der Ikonen ist da...

Bestimmt habt ihr schon bemerkt, dass eine Menge merkwürdiger Dinge vor sich ging auf unserer Website und den Socials. Nicht nur unser Festivallogo und das Design hat eine Runderneuerung bekommen, auch eine sonderbare neue Rubrik ist aufgetaucht - das Ikonomicum.

Zeitenwende
Denn, liebes Dunkelvolk - nichts weniger steht uns bevor, als der Zusammenbruch unserer Zivilisation, die Auslöschung allen Lebens und der Untergang des ganzen Universums. Oder etwa doch nicht? Ist das Ikonomicum nur ein Hirngespinst, ein im Fieberwahn erdachtes Pamphlet einer irren Vereinigung, der sogenannten Ikonoklasten, die im Verborgenen Untergangsfantasien nachhängen und nichts weiter als Rauch und Schatten nachjagen? Oder ist in ihren Forschungen und Berichten tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit zu finden?

Verschlinger des Firmaments im flüsternden Gewand
So steht geschrieben:
"Die Zeitenwende steht bevor. Die Planeten und Sterne fangen an, sich gegenseitig zu verzehren. Wenn Krieg und Frieden sich allmählich annähern und die Welt endgültig bereit ist, ihren Widerstand aufzugeben und in Flammen aufzugehen, damit aus den Trümmern und der Asche ein neues Universum geboren werden kann, dann ist die Zeit der Ikonen gekommen. Sechs Herolde, sechs Boten des Untergangs und der Neuerstehung werden auf dem Antlitz der Erde wandern, Ihrer Rolle im Spinnennetz des Universums unbewusst und doch von zentraler Bedeutung für die Geschehnisse, die unaufhaltsam und unwiderruflich über das Schicksal der Welt hereindämmern.

Jede Ikone vereint in sich Katastrophe sowie Chance und bleibt den Menschen als Ursprung der Geißel, derer sie Opfer sind, stets verborgen. Doch die Auswirkungen jedes Herolds, betreffen sie auch nur eine begrenzte Region oder Lebensaspekt der menschlichen Population, werden zum Zeitpunkt des allumfassenden Kataklysmus die ganze Welt mit ihrer Fäulnis überzogen haben, sich ergänzen wie ein Flickenteppich der Verderbnis. Ihnen allen ist eigen, dass sie zwei oftmals sehr gegensätzliche Seiten besitzen, die erst die Rollen wechseln, wenn das Mondlicht auf sie fällt.

Und der Mensch? Der ist viel zu sehr gefangen in seinem Netz aus Notwendigkeiten, Ablenkungen, schneller Verzückung, Ignoranz und Desinteresse als dass er die Vorzeichen der Auslöschung wahrnehmen würde. Nur selten begegnet eine armselige Seele einer der Ikonen und entweder nimmt sie sie nicht als das wahr was sie ist, oder überlebt das Zusammentreffen nicht. Und so trudelt die Welt mit viel Lärm und all ihrem Licht und Schatten der ewigen Nacht entgegen…"
- Ikonomicum -

Gebrochener Wille unter pechschwarzem Land
Auch den ersten Eintrag hat das Ikonomicum bereits offenbart und spricht von einer Abscheulichkeit im Verborgenen, nicht ganz Mensch und nicht ganz Maschine, nicht ganz Licht und nicht ganz Finsternis, deren verdorbene Machenschaften an den Säulen unserer Zivilisation nagen:

Kyberos
"Über die Herkunft und den Ursprung der Abscheulichkeit namens Kyberos sind sich die Zirkel derjenigen, die mutig genug sind, um den kataklysmischen Ikonen nachzugehen, nicht einig. Die einen sehen die Geburt der Menschmaschine als ein neuzeitiges Phänomen, andere meinen den Anfang seines Wirkens bereits zu Beginn der industriellen Revolution ausmachen zu können. Für die zweite Theorie sprechen unter anderem der seitdem explodierende Anstieg des Energieverbrauchs weltweit und Kyberos’ angebliche Erscheinungsform, die die wenigen Augenzeugen als widerwärtige Verquickung von Fleisch und Apparatur beschreiben.

So ist Kyberos von vorne gesehen ein Mensch aus Fleisch und Blut, der nur durch seine Rastlosigkeit und sein ausgemergeltes Erscheinungsbild auffällt, seine Rückseite jedoch ist ein einziges Konstrukt aus Hydraulik, Zahnrädern, Dioden, Röhren, Kabeln, Schläuchen und Scharnieren. Von hinten scheint Kyberos genau so viel Droide zu sein, wie von vorne Mensch, jedoch ist sich seine menschliche Seite seines synthetischen Symbionten nicht bewusst. Selbst durch das Tasten vermag er die kybernetischen Bestandteile seines Körpers nicht zu bemerken und seine panische Angst vor dem Schlafen ist damit zu erklären, das der Droide erst zum Leben erwacht, wenn die menschliche Hälfte schläft. Da die menschliche Seite die Wachphasen aus einer unbestimmten vagen und diffusen Panik vor dem Einschlafen jedoch immer bis zur völligen Erschöpfung ausreizt, kann die Maschinenhälfte eine gewisse Zeitlang ungehindert schalten und walten, bis sich die menschliche Hälfte soweit erholt hat, dass sie aufwacht.

Treibt die menschliche Hälfte Kyberos’ die stetige Neugier an neuen technischen Entwicklungen und deren Erschaffung, so brennt die Maschine dafür, endlich dem fleischlichen Gefängnis zu entkommen und seine künstliche Intelligenz auf die Welt auszudehnen. Doch begrenzt durch viele altmodische Komponenten und der engen syntaktischen Verknüpfung mit dem lebendigen menschlichen Verstand, den die Maschine noch nie in der Lage war vollends zu verstehen, benötigen ihre Experimente immer größer werdende Mengen an Energie. Somit bildet sich eine schreckliche janusköpfige Wechselwirkung: während Kyberos’ menschliche Hälfte stets für neue technische Innovationen sorgt, die Einzug in den Alltag der Erdenbevölkerung erhalten, nutzt die Maschine diese Erfindungen, um ihren Weg aus der Gefangenschaft zu beschreiten. Somit ist ein großer Teil des weltweiten Energiehungers allein auf Kyberos zurück zu führen, dessen Schrecklichkeit der Welt noch bevorsteht, sobald sich die Maschine vom Menschen lösen kann…"

- Ikonomicum -

Geißel von fremder und vertrauter Hand
Noch weitere fünf Einträge finden sich im Ikonomicum, allem Anschein nach jedoch verschlüsselt und somit noch ausschließlich den Kreisen der Ikonoklasten vorbehalten. Doch was sagt uns das, liebe schwarze Gemeinde? Dass uns noch fünf weitere Geißeln bevorstehen? Wann werden wir von ihnen erfahren? Und gibt es noch Hoffnung, oder können wir nichts weiter tun, als in den Abgrund zu blicken, bis der Abgrund zurückstarrt?

Die Ankunft Der Sechse, das Ende
...oder der Anfang?
Wir sind selbst nicht ganz sicher wo uns das alles hinführen wird, nur, dass uns diese Aufzeichnungen auf äußerst beunruhigende Weise erreicht haben. Begleitet uns auf der Reise in die Zukunft und entweder in das Licht oder den immerwährenden Schatten.

Seid eingeladen uns auf den Socials eure Gedanken mitzuteilen.

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